Urtöne
Urtöne - Klangbausteine unseres Selbst -
Die Eigenschwingungen der Planeten des Sonnensystems und des Erdtrabanten Mond sind in uns und in allem Lebenden archetypisch codiert. Unhörbar für unsere Ohren durchdringen sie uns und sind in unsere DNS einprogrammiert: So sind bei kritischer Betrachtung auch jedwede Ton-Zuordnungen menschlich.
Die im folgenden enthaltenen Zahlenangaben sollen Anhalt sein und entsprechen den heute allgemein anerkannten mathematischen Gesetzen.
Frequenz des Erdentones: 0,000001160576 Hertz, 24 mal oktaviert ergibt Ton g 194,71 Hertz. Zuzüglich weiterer 40 Oktaven erreichen wir im elektromagnetischen Bereich bei 700 Nanometern die Zuordnungsfarbe orangerot. Der Kreis der Erkenntnis dieser phantastischen harmonikalen Beziehung schließt sich eine Oktave weiter: die 66. Oktave der Erdfrequenz ist die Eigenresonanz unserer DNS-Erbmasse! Rechnen wir das g des Erdentones hoch auf den Kammerton, so erhalten wir mit dem a' eine Frequenz von ca. 437 Hertz.
Der Erdton, oktaviert auf g' entspricht etwa 389 Hertz. Entsprechend zugänglicher Recherche war es der mittlere Stimmton der Barockzeit bis Vorklassik.
Erleben Sie den Erdenton g einmal auf einem mehrsaitigen Monochord: Sie hören schon nach wenigen Minuten in sich ein schimmerndes Auf- und Abschwingen, als belebe Sie ein ganzer Kosmos von Obertönen und Schwingungen.
Einer meiner Kunden, der inzwischen verstorbene Prof. Hans Adomeit, spielte mit gleichmäßigem Strich die leere G-Saite seines Cellos oft bis zu 30 Minuten lang, um sich „einzustimmen“ auf sein Spiel. Für ihn - und auch für mich - war dieser eine Ton, irisierend sich in Farbspektren entfaltend, ein erhabenes und erdendes Erlebnis, wie es die beste Komposition nicht vermag. Es ist wie ein Bewusstwerden des Unbewussten und erzeugt Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl wie im Schoß von Mutter Erde.
Sonnenklang: Die taggebende, lebensspendende Sonne beschert uns, 32 mal oktaviert, ein kleines cis mit 136,10 Hertz (cis' 272,20 Hertz) Dieses cis gilt als Vater der Töne und wird mit dem Ur- Mantra OM intoniert. Seine Wirkung ist wahrhaft kosmisch, umfassend strahlend, leuchtend und erfüllend.
Auf den 3. Teilton, die Quint gis' transponiert (ca. 408 Hertz), war es der Referenzton der Zeit von Spätromantik bis Impressionismus. Dieses gis' entspricht dem a' mit 432 Hertz!
Bis 1820 war unsere abendländische klassische Musik vom
Mondton geprägt. Er ist etwas höher als unser heutiges gis' um 416 Hertz und schwingt mit Eigenfrequenz von 420,84 Hertz (30 mal oktaviert). Dieses gis' ( Mozart, Händel etc.) war der mittlere Referenzton der Klassik bis Hochromantik. (Entspricht a' von knapp 445 Hertz.)
Wegen des oberflächlich betrachtet brillanteren Effekts entfernten sich Musizierende und Hörende immer weiter vom Resonanzfeld des Mondes. Dieser Grundklang in der Zuordnungsfarbe orange beherrschte in den alten Kulturen des Matriarchats auch das Vollmondfest. Der Mondton gis' steht besonders für tiefe Empfindungen, kreative Stimmungen und für schöpferische, liebende Weiblichkeit. Beide Geschlechtstöne, Sonne und Mond, verkörpern das Duale in uns, denn in vielfacher Wichtung sind in Mann und Frau Yang und Yin vertreten. Mit beiden Tönen finden wir in steter Erdbindung zu unserem persönlichen Animus.
Die schöne, reizende Geliebte ist Venus mit ihrem Ton a 221,23 Hertz. Assoziationen von Sex zu Kunst und zurück zur Leichtigkeit des Seins sind eins mit dieser aufreizenden Tonhöhe (a' etwa 442 Hertz) und somit omnipräsent in unserem heutigen Musikleben.
Heute wie in alten Kulturen steht der Mars als Synonym für Kampfeslust und Unabhängigkeit, für Zeugung und Wachstum, für Antriebsstärke und Unabhängigkeit. Mit seinem d 144,72 Hertz trällert der Kleine mal schelmisch knapp daneben oder orgelt selbstüberheblich den Großen etwas vor. Mars mit seinem blauen d will aber nicht nur kämpfen, sondern auch seinen Spaß haben. Er ist d i e TON-ART.
Jupiter als Vater des Lichts ist auch Göttervater alter Kulturen und steht als Herrscher für Macht und Erfolg, Gesetz und Gerechtigkeit, Großmut und Perfektion, aber auch für Genusssucht und Hochmut. Sechsunddreißig mal müssen wir oktavieren bis zum kleinen fis mit 183,58 Hertz. Für sich alleine erlebt erschließt sich ein weiter Raum, im D Dur-Dreiklang behauptet er seine Dominanz. Für viele wirkt er eher beunruhigend als Tritonus von C.
Wie die Frequenzen der von der Erde sehr weit entfernten Planeten Saturn, Neptun und Uranus mit ihren noch tieferen Urtönen auf uns wirken, ist nach Forschungsergebnissen doch recht diffus. Wichtig erscheint mir aber der Hinweis, bei allem beeinflussenden, tatsächlichen oder transzendenten Erleben die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Lassen wir den Esoterikern ihr ganz persönliches Glück der Erkenntnis, und bleiben wir weiter Suchende und Erlebende mit Freude und Genugtuung ob der vielen gefundenen Bausteine.
Mannheim, im Mai 2012 Andreas Weng
Literaturquellen: u. a.: DTV-Atlas der Musik,
Georg Eska: Schall und Klangaggressivität,
J. Ernst Berendt: Ich höre, also bin ich,
Werner Pöhlert:Grundlagenharmonik,
Peter Benary: Musik und Zahl.

