Meister Weng - stimmige Harmonie
Sentenzen für kleine und große Musiker
- Jeder Mensch, der sich artikulieren kann ist musikalisch.
- Differenziertes Wissen führt meist auch zu einer bewussteren Lebenshaltung und zum sinnvolleren Umgang mit dem Leben.
- Mit den Genen im Mutterleib beginnt bereits die positive Grundhaltung und Lebensbejahung. Die musikalische Bildung wird gefördert durch Ausleben der Emotionen, Singen, Spielen, Tanzen, Lachen und Weinen...
- Je intensiver das Kind eingebunden ist in Umwelt und Bezugspersonen, desto stärker wird der Mitteilungs- und Bewegungsdrang positiv gefördert. (Erziehung und erzogenwerden ist Liebe und Konsequenz von klein auf.)
- Lautsprache, Körpersprache, d.h. die ganze Palette menschlicher Ausdrucksformen fördert ungemein den natürlichen Nachahmungstrieb Heranwachsender.
- Über Rhythmik, einfache kindgerechte Musik finden schon Dreijährige Zugang zu anspruchsvolleren tonalen Werken.
- Ideal zum frühen Musikmachen sind selbstgebastelte Instrumente und die Zweckentfremdung von Gebrauchsgegenständen.
- Bestens geeignet zum Notenlernen und als Einstieg in die Musiktheorie sind Tasteninstrumente.
- Perfekt wäre ein wohlklingendes Instrument, mit dem auch dilettantisch gespielte Melodien assoziativ sind, denn Freude am Spiel wird gesteigert durch singenden und vielschichtigen Klang.
- Gemeinsam Tanzen, Singen und Musizieren steigert das Verlangen nach mehr...
- Natürliche Vorlieben und Ehrgeiz sollten nicht reglementiert, sondern gefördert werden.
- Erste Erlebnisse als Musikanten in der Gruppe oder solistisch im Familien- und Freundeskreis steigern Freude und Selbstwertgefühl.
- Sprunghaftigkeit ist Vorrecht der Kinder, nicht Problem: Erlauben Sie Freiräume, delegieren Sie Verantwortungsbereiche....
- Die Arroganz der Wissenden, Bevorrechtigten, Besseren, Überlegenen...stößt eher ab, als dass sie animiert. Der wahrhaft gute Lehrer begleitet immer bereitwillig Lernende.
- Achten Sie auf die richtige Art des Unterrichts: Musik ist an erster Stelle Emotion und nicht Mathematikunterricht.
- Sagen Sie Ja zu realisierbaren Instrumentenwünschen, aber bleiben Sie auch hier konsequent....
- Bejahen und akzeptieren Sie Freiräume und „Spurwechsel“ in Absprache mit Vorbildern.
- Genießen Sie Ihr Familienleben inmitten musischer Intuition und freuen Sie sich mit Ihren Kindern an deren Entdeckerfreude.
- Fördern Sie Leistungsbereitschaft unter ständiger Ausprägung des Gemeinsinns.
- Geben Sie Ihren Kindern ein Gefühl von Freiheit und Eigenverantwortung, lehren Sie vor allem das „Los - lassen - können“
- Sie als Eltern erhalten sich durch musische Betätigung Ausgleichspotenziale für ein positives und aktives Leben.
- Je nach Eignung, Interessen und Vorlieben gibt Ihr Kind das Tempo der Ausbildung und Ausprägung vor. Wichtiger aber als das Tempo ist der permanente Fortschritt, solange die Beziehung Eltern-Kind-Lehrer „steht“.
- Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihren - manches Mal - schwierigen Sprösslingen Eckdaten des Zusammenlebens und des weiteren musikalischen Werdegangs und akzeptieren Sie, dass die Projektion Ihrer Vorstellungen auf die Kinder nicht unbedingt deren Lebensvorgaben und Vorstellungen entspricht.
- Interessieren Sie sich für alles Neue und seien Sie nicht nur körperlich da, wenn Sie gebraucht werden. Praktizieren Sie Toleranz auch bei „180-Grad-Drehungen“. Emotionalisieren Sie mit Bedacht und Weitsicht positive wie negative „Ausreißer“ und verlieren Sie nie den Glauben daran, dass Ihr Vorbild und Ihre Erziehung genießbare Früchte hervorbringt.
- Lernen Sie, gegebenenfalls mit weniger als dem Erträumten zufrieden zu sein und üben Sie Selbstprojektion.
- Ihr Kind ist auch ein Spiegelbild der Jetztzeit; aber positives Umfeld und eine hoffentlich phantastisch freie Kindheit haben aus ihm eine eigenständige Persönlichkeit gemacht.
- Sollte sich trotz aller ehrgeizigen Pläne und trotz überragenden Talents der Erfolg im Quadrat nicht einstellen, so nehmen sie die Musik als das, was sie ist: das schönste Hobby der Welt
- Auch in der Musikausübung gilt:“ Was Du selbst entdeckt, erarbeitet, begriffen hast, ist wie eingebrannt und jederzeit schnell abrufbar.“
- Fordern Sie die Kinder, statt sie zu verwöhnen! Musik erhöht spürbar, messbar und erlebbar die geistigen und ethischen Werte.
- Musikunterricht sollte in seiner Generalausrichtung immer kreativ und spielerisch motivierend sein
- Bedenken Sie wohl, ob Ihr Kind dem Stress bei Wettbewerben gewachsen ist. Leistungsschauen bringen selten mehr als einen Gewinner, aber viele Verlierer hervor. Ist ein Wettbewerb das Risiko wert, dass Ihr Kind als möglicher „2. Sieger“ an Selbstvertrauen verliert, eventuell gar demotiviert die Lust verliert?
- Positive Musikerfahrung sensibilisiert für ein gutes soziales Klima.
- Mit Musik wird der Boden bereitet für den Traum vom Glücklichsein - dem tiefsten und stärksten Gefühl, dessen die menschliche Psyche fähig ist...-.
- Musik beeinflusst positiv die Intelligenz, fördert die soziale Kompetenz, lässt bewusster denken und handeln und erschließt uns das unerschöpfliche Reservoir der Kreativität.
- In unserer Zeit der immer kürzeren Zyklen notwendiger Erneuerung individuellen Wissens und Könnens werden folgende Schlüsselqualifikationen, die besonders durch aktives Musizieren verbessert werden, immer wichtiger: Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Flexibilität und Kreativität, Denken in Zusammenhängen, Selbständigkeit, Leidenschaft, Transferfähigkeit, Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen und nicht zuletzt emotionale Stabilität.
- Intuitiv erfasst wächst die Begeisterung mit dem Vermögen, Gehörtes, aber noch mehr selbst Erfahrenes, ganzheitlich Verarbeitetes zu steigern und weiterzugeben.
- Sind wir selbst integer? Streben wir nach Weisheit? Lassen wir Paradigmen zu?
- Wie schützen wir uns und unsere Kinder vor dem Bild-, Musik- und Lärmimperialismus unserer Zeit? Wie weit ist er noch verarbeitbar, verkraftbar ohne zu mutieren? Unter so manchem Programm müsste in großen Lettern stehen: „Denn sie wissen nicht was sie tun...“
- Leider liegt auf einem Großteil der Menschen heute ein Stigma: Sie kommen als Originale zur Welt und gehen von ihr als schlechte Kopie....
- Wann machen wir uns wieder die Ideale Platons und Sokrates zu eigen, dass die vorzüglichste Erziehung durch Musik stattfindet, weil Rhythmus und Harmonie am tiefsten in die Seele eindringen? Stattdessen wird unsäglich durch die Medien egozentrisches Machtkalkül als bestimmendes Lebensgefühl vor Augen geführt, was uns als schöpfungsgeschichtliches Ebenbild Gottes konterkariert. Begegnen wir diesen vielen verlockenden Holzwegen mit dem Königsweg: der lebensbegleitenden Musikausübung. Denn diese Erfahrung ist ein Zuckerguss auf unserer emotionalen Intelligenz.
- Wir als Wissende sind gefordert, dem Harmoniebedürfnis unserer Mitmenschen Rechnung zu tragen. Setzen wir die Musik in ihrer Vielfalt als Katalysator ein! Verblüfft nicht immer wieder die Fähigkeit junger Menschen zu intuitiver, unverfälschter Weltsicht? Diese unverkrampfte, natürliche Akzeptanz gegebener Zustände, ihre Integrationsfähigkeit und das emotionale Erfassen neuer Dimensionen entspricht jugendlichem Selbstverständnis und verblüfft uns „Alte“ immer wieder positiv. Beim Gruppenmusizieren erreichte „Jugend-Power“, lässt uns für eine gute Zukunft hoffen. Um Missverstehen vorzubeugen: Der Musikausübende ist beileibe nicht automatisch ein guter, besserer Mensch – mancher „Rattenfänger“ hat gerade die Begeisterungsfähigkeit junger Menschen übelst missbraucht. - Nur weil Demagogen und machtbesessene Führer Gefolgschaft mit pseudo-hehren Zielen erreichen und sich dabei Begeisterung zu Nutze machen, bleibt trotzdem alles emotional Erreichbare erstrebenswert. Fliehen wir aber jeglicher Doktrin, die zur Religion erhoben wird! Denn alle Religionen der Welt haben in der Menschheitsgeschichte Verblendete zu unsäglichen Taten verleitet!
- Solange der Mensch versucht ist, sich über Seinesgleichen zu erheben, werden Gutes und Schlechtes immer um Ausgleich ringen.
- Einer der universellsten Lebensleitsätze sollte Richtschnur für Alle sein: „WAS DU NICHT WILLST, DAS MAN DIR TU’, DAS FÜG’ AUCH KEINEM ANDERN ZU!“ Zustimmen sollte man auch dem Schweizer Philosophen Hans Sauer, der vor der Verklärung von Kunst und Musik warnte: “Es ist die halbe Wahrheit, dass sie befreit, die andere ist, dass sie fesselt und bindet; dabei aber überaus beglückend ist. Es ist die halbe Wahrheit, dass sie die Intelligenz fördert, die andere ist, das sie blind machen kann und verdummt. Es ist die halbe Wahrheit, dass sie im Bunde mit der Wahrheit steht, die andere Hälfte ist, dass man mit ihr so leicht lügen kann“!
- Wie Kinder, die von klein auf mit Liebe und Konsequenz heranwachsen sollten, ohne Perspektiven durchs Leben gehen , - sie sind und waren weitgehend aus eigenem Antrieb mit Eigenverantwortung in das Leben der Familie integriert – so ist Erfolgsstreben auch ein Garant für Spaß und Weiterkommen in der Musik. Oft gesehener Missbrauch durch Überfleiß, Disziplin und Leistungsdruck stört leider auch hier das Gesamtbild. Da Produzieren besser ist als Konsumieren, habe ich schon unzähligen jungen Menschen geraten: „Tu was, und Du hast es selbst in der Hand...!“ Hans Günter Bastian formulierte eine Kompaktbegründung über Wirkungen des Musizierens wie folgt: „Ein Instrument zu spielen ist eine der komplexesten menschlichen Tätigkeiten. Fähigkeiten des Intellekts, der Sinne, der Emotionen und der Grob- und Feinmotorik sind beansprucht. Wir lernen im umfassendsten Sinne Begreifen. Körper, Seele und Geist sind gefordert zu feinster psychomotorischer Flexibilität.“ In der interpretatorischen Gestaltung bedarf es der kreativen, intuitiven schöpferischen Fantasie, so dass der Körper Endorphine ausschüttet, die uns Glücklich machen und süchtig nach mehr. Es entwickelt sich ein freies Spiel der Kräfte in uns, die zur Erfüllung drängen. Deswegen wohl bezeichnen viele Musizierende diese Stunden häufig als die erfüllendsten, glücklichsten ihres Lebens. Musik ist verstehende und verstandene Sprache unserer Seele.

